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"Gottes sind Wellen und Wind,

aber das Segel und Steuer den Hafen gewinnt,

ist Euer"

 

Diese Zeilen las ich vor einigen Jahren an einer Hauswand auf der Insel Wangerooge.

In den vergangenen Wochen kamen sie mir wieder in den Sinn.

 

Gottes sind Wellen und Wind:

Was trifft uns hier? Welche Welle/Krise bricht über uns hinein? Die Corona-Krise? Die Klima- oder die Flüchtlingskrise? Die Soziale- oder die Finanzkrise? Meine eigene Krise?

Was ist zuerst zu tun? Wie bewahre ich einen kühlen Kopf? Kann ich meinen gesunden Menschenverstand wahrnehmen, kann ich meine innere Stimme hören? Habe ich den Mut, die Dinge zu tun, zu denen mir meine innere Stimme rät?

 

Krise/Krisis kommt aus dem Griechischen und heißt auch: eine neue Entscheidung - zugespitzt eine Entscheidung über Leben und Tod.

 

Aber das Segel und Steuer den Hafen gewinnt, ist Euer:

Wie werden wir uns entscheiden? Gelingt es uns, das Ruder herumzureißen? In welche Richtung werden sich die Krisen entwickeln? Was ist zu tun?

 

Mittlerweile wissen wir, dass jeder nur sich selbst ändern kann.

Was brauchen nun ein Kapitän und seine Mannschaft, um heil aus einem Sturm herauszukommen?

 

Wie trifft er in einer solch herausfordernden, lebensbedrohlichen Situation, in der sich die Ereignisse überschlagen seine Entscheidung? Welche Ressourcen stehen ihm dabei zur Verfügung?

 

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie kann hier sehr hilfreich sein. Es bringt den Menschen näher an den Sinn seines Lebens und eröffnet ihm Möglichkeiten, bisherige Gewohnheiten zu ändern, mutig neue Dinge zu wagen und sich in der Liebe zu sich selbst und anderen zu begegnen.